Ubisoft hat Charlie Guillemot und Christophe Derennes zu Co-Geschäftsführern einer neuen Tochtergesellschaft ernannt. Die Einheit soll die Marken Assassin’s Creed, Far Cry und Tom Clancy’s Rainbow Six bündeln und deren Entwicklung vorantreiben.
Christophe Derennes gehört zu den Mitgründern von Ubisoft Montréal aus dem Jahr 1997 und war zuletzt als Managing Director für die Region Nordamerika tätig. Charlie Guillemot begann seine Laufbahn 2014 beim später von Ubisoft übernommenen Studio Owlient und kehrte 2025 in das Transformationskomitee des Konzerns zurück. Den Angaben zufolge verantwortet Guillemot die inhaltliche Ausrichtung mit Markenvision, Inhalten und Marketing, während Derennes Produktion, Co-Entwicklung und Technologie steuert.
Familiäre Nähe sorgt für Kritik
Charlie Guillemot ist der Sohn von Konzernchef Yves Guillemot, was die Personalie begleitet von kritischen Kommentaren machte. Vor seiner Rückkehr hatte er ein Start-up im Umfeld von KI-generierten Anime-Avataren und NFTs mitgegründet. Die neue Tochtergesellschaft entsteht im Zuge einer Beteiligung des chinesischen Konzerns Tencent, der rund 1,16 Milliarden Euro für einen Minderheitsanteil einbringt und die Einheit damit mit etwa vier Milliarden Euro bewertet.
Den Namen Vantage Studios erhielt die Gesellschaft erst später im Jahr. Die offizielle Mitteilung nennt als Ziel, die drei Reihen zu ihrem vollen Potenzial zu führen. Zur Zukunft der wichtigsten Marke hat Ubisoft zudem ein Veteranen-Team für Assassin’s Creed berufen.
