Der Twitch-Streamer Warren Pandiscia hat Twitch und Amazon vor einem US-Bundesgericht in Kalifornien verklagt. Die eingereichte Klageschrift wirft den Unternehmen vor, Millionen von Twitch-Videos ohne Zustimmung für das Training und die Vermarktung generativer KI-Modelle verwendet zu haben.
Laut der Berichterstattung von Heise wurde die 37-seitige Class Action Complaint am 20. August beim United States District Court for the Northern District of California eingereicht. Pandiscia fordert Schadenersatz und eine gerichtliche Unterlassungsanordnung. Die Vorwürfe sind Gegenstand des Verfahrens und nicht als gerichtliche Feststellungen zu verstehen.
Kritik an der Opt-out-Voreinstellung
Die Klage steht im Zusammenhang mit Twitchs Einstellung für das Training generativer KI. Streamer müssen die Nutzung ihrer Kanalinhalte in den Kontoeinstellungen deaktivieren, wenn sie nicht an dem Programm teilnehmen wollen. Nach den in der Klageschrift zitierten Angaben können dazu Livestreams, Aufzeichnungen, Clips, Chatverläufe, Kanalbilder und Texte gehören.
Pandiscia behauptet außerdem, dass Inhalte bereits seit 2024 für das Training verwendet worden seien. Amazon und Twitch hatten sich laut Heise zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ein früherer Beitrag zur Opt-out-Einstellung dokumentiert die technische Grundlage des Streits.
