Ein ehemaliger Mitarbeiter von Telltale Games hat am 24. September 2018 eine Sammelklage gegen das Studio eingereicht. Der Gerichtseintrag des US District Court in Nordkalifornien führt den Fall als Klage wegen möglicher Verstöße gegen den Worker Adjustment and Retraining Notification Act, kurz WARN Act, und das kalifornische Arbeitsrecht.
Die Klage steht im Zusammenhang mit der Massenentlassung vom 21. September 2018. In der beim Gericht eingereichten Klagebegründung wird vorgetragen, dass der Kläger und rund 275 weitere Beschäftigte ohne die gesetzlich vorgesehene Vorankündigung entlassen worden seien. Gefordert werden unter anderem Löhne und Leistungen für 60 Tage.
Klage folgt auf die Schließung des Studios
Telltale Games hatte wenige Tage zuvor den Großteil seiner Belegschaft entlassen und die laufende Produktion weitgehend eingestellt. Der zuvor angekündigte Studioschluss bildete den unmittelbaren Hintergrund des Verfahrens. Die Klage beschreibt zunächst die Vorwürfe des Klägers und stellt keine gerichtliche Feststellung eines Verstoßes dar.
Der Fall wurde unter dem Aktenzeichen 3:18-cv-05850 beim Bundesbezirksgericht für den Northern District of California geführt. Über die Forderungen sollte das weitere Verfahren entscheiden. Für die Spielebranche machte der Vorgang sichtbar, welche arbeitsrechtlichen Folgen eine kurzfristige Studioschließung für die betroffenen Teams haben kann.

