Take-Two Interactive hat den spanischen Mobile-Entwickler Social Point für 250 Millionen US-Dollar übernommen. Laut der Mitteilung vom 1. Februar 2017 entfallen 175 Millionen Dollar auf Barmittel und 75 Millionen Dollar auf Take-Two-Aktien. Der Käufer finanziert den Baranteil aus vorhandenen Mitteln.
Zusatzvergütung hängt von Ergebniszielen ab
Zusätzlich sind erfolgsabhängige Zahlungen von insgesamt bis zu 25,9 Millionen Dollar vorgesehen. Sie setzen bestimmte EBITDA-Ziele in den zwölf beziehungsweise 24 Monaten nach Abschluss voraus. Dieser Betrag gehört somit nicht zum festen Kaufpreis. Die Gründer bleiben laut Take-Two bei Social Point.
Das 2008 gegründete Unternehmen aus Barcelona beschäftigt mehr als 270 Menschen. Zu seinen Spielen gehören Dragon City und Monster Legends. Für 2016 nennt Take-Two 90,8 Millionen Dollar Umsatz und 19,9 Millionen Dollar EBITDA; über 90 Prozent des Umsatzes stammten von mobilen Plattformen.
Wiederkehrende Erlöse neben dem Konsolen- und PC-Geschäft
Take-Two begründet den Kauf mit einer breiteren Aufstellung und zusätzlichen wiederkehrenden Ausgaben der Spieler. GTA V und GTA Online hatten bereits zu den wichtigen Umsatzträgern des Publishers gehört. Social Point ergänzt dieses Geschäft um bestehende Free-to-Play-Angebote für Mobilgeräte.
Die wirtschaftlichen Kennzahlen müssen dabei getrennt betrachtet werden: Umsatz ist kein Gewinn, und EBITDA berücksichtigt weder Zinsen und Steuern noch Abschreibungen. Auch der mögliche Earn-out beschreibt eine vertragliche Bedingung für weitere Zahlungen, keine bereits nachgewiesene künftige Entwicklung. Aus den genannten Beträgen allein lässt sich daher keine erfolgreiche Integration ableiten.
Das folgende Kursmodul zeigt aktuelle Marktdaten zur Take-Two-Aktie, nicht den historischen Kurs zum Zeitpunkt der Übernahme.

