Der Entwickler Dan Luu hat im Dezember 2017 Messungen zur System-Latenz von Computern aus vier Jahrzehnten veröffentlicht. Er misst mit Hochgeschwindigkeitskameras die Zeit vom Beginn der Tastenbewegung bis zur vollständig aktualisierten Zeichenausgabe im Terminal. Der Apple IIe erreicht dabei rund 30 Millisekunden.
Ein Haswell-E-Rechner benötigt bei 165 Hz rund 50 Millisekunden. Bei 60 Hz sind es 80, bei 24 Hz 140 Millisekunden. Das sind Messungen derselben Rechnerkonfiguration mit unterschiedlichen Bildwiederholraten, keine Vergleiche der Spieleleistung.
Terminalausgabe ist kein Spielebenchmark
Luu rundet die Ergebnisse auf zehn Millisekunden und verwendet weitgehend Standard-Einstellungen sowie die jeweiligen Standard-Terminals. Tastatur, Software und Display tragen zur gemessenen Verzögerung bei. Einzelne Werte lassen sich deshalb nicht als reine Prozessor- oder Monitorlatenz lesen.
Für Entwicklungsarbeitsplätze sind Rechenleistung und Eingabereaktion getrennte Prüfkriterien. Eine externe Grafikkarte wie in Sonnets eGFX Breakaway Box kann zusätzliche GPU-Leistung bereitstellen. Ob ein Terminal oder Editor schneller sichtbar reagiert, muss jedoch für die konkrete Anwendung gemessen werden.

