Sonnet brachte die eGFX Breakaway Box am 18. August 2017 als externes Thunderbolt-3-Gehäuse für Grafikkarten und andere PCIe-Karten auf den Markt. Das Gehäuse richtet sich an kompakte Rechner und Notebooks, denen für Spiele, VR-Anwendungen oder kreative GPU-Workflows die nötige Grafikleistung fehlt.
Die Box nimmt laut Sonnet eine bis zu 30 Zentimeter lange, doppelt breite PCIe-Karte auf. Ein integriertes Netzteil versorgt die Karte, während die Verbindung zum Rechner über Thunderbolt 3 mit bis zu 40 Gbit/s läuft. Angeboten wurden Varianten mit 350 und 550 Watt. Die kleinere Version stellt der GPU bis zu 300 Watt bereit, die größere bis zu 375 Watt.
Externe GPU für Spiele und Produktion
Sonnet nennt neben grafikintensiven Spielen auch VR, Videoschnitt, Rendering, Farbkorrektur, Animation und Spezialeffekte als Einsatzgebiete. Die Box konnte ein leichtes Notebook damit zu einem flexibleren Arbeits- oder Spielsystem erweitern. Das Konzept ergänzte die kurz zuvor angekündigte eGPU-Unterstützung für Macs um ein eigenständiges Gehäuse für verschiedene Thunderbolt-kompatible PCIe-Karten.
Für die Spieleentwicklung war die Möglichkeit interessant, einen mobilen Rechner bei Bedarf mit einer leistungsfähigeren Desktop-GPU zu verbinden. Im Produktionsbetrieb ließ sich das Gehäuse außerdem mit Karten für Audio- und Videoschnitt nutzen. Die Breakaway Box ist inzwischen als eingestellt gekennzeichnet, dokumentiert aber eine frühe Phase der externen Grafiklösungen über Thunderbolt 3.

