Stromausfall in Rechenzentrum: Microsoft bestätigt Störung mehrerer Azure-Dienste

Microsoft hat einen Ausfall mehrerer Azure-Dienste in Westeuropa bestätigt, der auf eine instabile Stromversorgung in einem Rechenzentrum zurückgeht. Laut einem Statusbericht des Unternehmens begannen die Auswirkungen am 20. Oktober 2023 um 07:31 Uhr (UTC) und betrafen unter anderem App Service, Cosmos DB, SQL DB, Speicherdienste und virtuelle Maschinen.

Auslöser war eine Instabilität im Stromnetz mit Spannungsabfällen in einer der physischen Availability Zones des Rechenzentrums. Microsoft entschied sich daraufhin, die Last auf die Notstromgeneratoren umzuschalten. Dabei kam es zu einem kritischen Ausfall in einem Teil des Stromverteilungssystems, wodurch etwa ein Prozent der Server-Racks in der betroffenen Zone ohne Strom blieb.

Defekte Hardware verzögerte die Wiederherstellung

Nachdem sich die Netzstromversorgung wieder stabilisiert hatte, ließ sich die Last gegen 08:00 Uhr auf die reguläre Energieversorgung zurückschalten. Einen Großteil der Auswirkungen konnte Microsoft bis 09:15 Uhr eindämmen, für eine kleine Untergruppe von Speicherdiensten dauerte die Wiederherstellung bis 17:10 Uhr. Von insgesamt fünf betroffenen Storage Scale Units waren vier bis 09:10 Uhr vollständig wiederhergestellt. Bei der fünften waren eine Hardware-Diagnose und der Austausch von Teilen bei rund fünf Prozent der Storage-Nodes nötig.

Microsoft kündigte einen ausführlichen Bericht zu dem Vorfall an und empfiehlt Kunden, ihre Dienste über mehrere Availability Zones auf physisch getrennte Standorte innerhalb einer Azure-Region zu verteilen, um die Verfügbarkeit bei künftigen Rechenzentrums-Ausfällen zu sichern.

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