Stack-Overflow-Report 2017: Datenbasis und regionale Entwicklerprofile

Stack Overflow hat am 29. November 2017 seinen Deutschlandreport zur Entwicklerszene veröffentlicht. Autorin Medi Gwosdz verbindet regionale Technologieprofile mit Umfragen zu Arbeitswünschen und Recruiting. Der Bericht verwendet dabei mehrere Datenbestände, nicht eine einzige Befragung.

AuswertungDatengrundlageWas gemessen wird
Technologien in Unternehmen1.915 UnternehmensprofileJedes Unternehmen gleich gewichtet
Wünsche deutscher Entwickler5.221 UmfrageteilnehmerAntworten auf Präferenzfragen
Gesuchte QualifikationenMehr als 200 HR-/Recruiting-TeilnehmerArbeitgeberbefragung im Sommer 2017
Unterschiedliche Datenbestände des Reports, keine gemeinsame Stichprobe.

Technologieprofile sind keine Beschäftigtenanteile

Für die Auswertung von Unternehmensprofilen gewichtet Stack Overflow große und kleine Firmen gleich. Eine häufig genannte Technologie steht deshalb zunächst für ihre Verbreitung unter den erfassten Unternehmen. Daraus lässt sich nicht unmittelbar der Anteil sämtlicher Beschäftigter ableiten, die mit ihr arbeiten.

Der Report beschreibt Schwerpunkte bei mobilen Anwendungen in Berlin und Frankfurt sowie bei Embedded-Entwicklung im Raum München und Stuttgart/Karlsruhe. Als mögliche Erklärung nennt er regionale Unternehmen und Hochschulen. Das sind Deutungen des Anbieters, keine separat nachgewiesenen Ursachen.

Jobprofile können sich überschneiden

Bei den Tätigkeitsfeldern weist Stack Overflow ausdrücklich auf Mehrfachzuordnungen hin. Eine Person kann in mehr als einer Kategorie auftauchen. Die Anteile dürfen daher nicht wie gegenseitig ausschließende Berufsklassen addiert werden. Auch Seitenaufrufe zu einer Programmiersprache messen zunächst Interesse an Fragen, nicht die Zahl vorhandener Stellen.

Im Frühjahr hatte die Entwicklerbefragung von Stack Overflow bereits die Bewertung der eigenen Vergütung behandelt. Für Personalentscheidungen sind solche Selbstauskünfte von Unternehmensprofilen zu unterscheiden: Sie beschreiben die Sicht der Antwortenden, nicht automatisch die Situation aller Entwickler oder speziell der Games-Branche.

Historischer Stand: Der Beitrag dokumentiert den Report von November 2017 anhand der archivierten Originalfassung. Seine Ergebnisse sind keine aktuelle Arbeitsmarktstatistik. Das offizielle Reportmotiv illustriert den damaligen Bericht.

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