Square Enix Holdings hat am 6. August 2024 die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres zum 31. März 2025 vorgelegt. Im Zeitraum von April bis Juni 2024 erzielte der japanische Publisher einen Nettoumsatz von 69,9 Mrd. Yen. Das entspricht einem Rückgang von 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Betriebsgewinn stieg im selben Zeitraum auf 10,8 Mrd. Yen und damit um 250,1 Prozent. Schrumpfender Umsatz bei stark wachsender Ertragskraft ist das zentrale Signal des Berichts.
Digital Entertainment treibt die Ertragswende
Das Segment Digital Entertainment, in dem die Spielesparte des Konzerns gebündelt ist, verzeichnete einen Umsatz von 43,9 Mrd. Yen und damit ein Minus von 29,6 Prozent. Der Segmentgewinn legte hingegen auf 9,8 Mrd. Yen zu, ein Plus von 255,9 Prozent. Der Umsatzrückgang erklärt sich vor allem aus dem Fehlen einer großen Neuveröffentlichung in der HD-Games-Subsparte. Im Vorjahresquartal hatten Final Fantasy XVI sowie die Pixel-Remaster-Titel für hohe Verkaufszahlen gesorgt, ein vergleichbarer Release fehlte im Quartal April bis Juni 2024.
Dass der Segmentgewinn trotz dieses Umsatzeinbruchs deutlich zulegte, führt Square Enix auf geringere Abschreibungen von Entwicklungskosten und reduzierte Werbeausgaben zurück. Damit schlägt sich die im Vorjahr eingeleitete Strategie-Neuausrichtung in den Zahlen nieder. Anstelle umsatzgetriebener Spitzenquartale durch wenige Großveröffentlichungen rückt eine stabilere Margenstruktur in den Vordergrund. Die Kostendisziplin in der HD-Games-Sparte ist dabei der wesentliche Hebel. Zu dieser Neuausrichtung gehörte auch der Verkauf der westlichen Studios, deren personelle Veränderungen bei Eidos-Montréal die Folgen bis heute spürbar machen.
Margen-Umbau statt Umsatzmaximierung
Square Enix will mit dem Kurswechsel die Profitabilität seiner Entwicklungspipeline erhöhen. Eine effizientere Mittelverwendung bei Entwicklung und Marketing soll die Abhängigkeit von einzelnen Großtiteln verringern und die Ergebnisschwankungen zwischen den Quartalen dämpfen. Für das laufende Geschäftsjahr zum 31. März 2025 dient das erste Quartal als früher Beleg, dass der eingeschlagene Pfad zur Verbesserung der operativen Margen Wirkung zeigt. Die absoluten Umsätze sinken ohne Blockbuster-Release, die Marge zieht trotzdem an.