Ein am 6. Januar 2022 veröffentlichtes Patent von Sony Interactive Entertainment beschreibt ein Verfahren, mit dem ältere Spiele auf moderner Hardware stabil ausgeführt werden könnten. Die offizielle Patentakte des USPTO führt die Anmeldung US20220004219A1 unter dem Titel „Backward Compatibility Through Use Of Spoof Clock And Fine Grain Frequency Control“ und nennt Mark Cerny als Erfinder.
Simulierte Taktfrequenz für ältere Spiele
Das Patent beschreibt eine Technik, bei der eine Anwendung für eine ältere Systemversion mit einer abweichenden, simulierten Taktfrequenz läuft, während die aktuelle Hardware mit ihrer nativen Frequenz arbeitet. Ein solcher Ansatz soll verhindern, dass ältere Software auf deutlich leistungsfähigerer Hardware zu schnell oder fehlerhaft ausgeführt wird. Das vollständige Patentdokument des USPTO nennt dafür unter anderem einen sogenannten Spoof Clock und eine Anpassung der Frequenzsteuerung.
Patent ist keine Produktankündigung
Aus der Anmeldung lässt sich keine konkrete Ankündigung für eine PS5-Funktion ableiten. Das Dokument beschreibt ein technisches Verfahren, nennt aber weder eine geplante Veröffentlichung noch eine Liste unterstützter Spiele. Die Spekulationen über PS1-, PS2- und PS3-Titel beruhen darauf, dass ältere Konsolengenerationen als mögliche Anwendung für die beschriebene Technik genannt werden.
Fortsetzung einer älteren Patentfamilie
Die Veröffentlichung vom Januar 2022 ist Teil einer Patentfamilie, deren Ursprünge bis in das Jahr 2015 zurückreichen. Sony Interactive Entertainment hat damit wiederholt technische Ansätze zum Umgang mit älterer Software geschützt. Ein Patent kann jedoch auch dann veröffentlicht werden, wenn die zugrunde liegende Idee nicht als fertige Funktion in ein Produkt einfließt.
Sony hat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Erweiterung der PS5-Abwärtskompatibilität auf Spiele der ersten drei PlayStation-Generationen bestätigt. Die Einordnung als mögliches Signal für eine solche Funktion bleibt daher spekulativ.
