Sony Interactive übernimmt Bungie für 3,6 Milliarden Dollar

Sony Interactive Entertainment übernimmt das USamerikanische Studio Bungie für 3,6 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 3,2 Milliarden Euro. Der Deal wurde im Januar 2022 bekannt und ist inzwischen behördlich abgeschlossen. Sony Interactive bestätigte den Abschluss der Transaktion im Juli über Twitter.

Bungie hat mit Halo einst eines der wichtigsten Xbox-Aushängeschilder erschaffen und war zur Jahrtausendwende Teil der Microsoft Studios. 2010 wechselte das Studio mit der Marke Destiny zu Activision Blizzard, trennte sich davon aber bereits 2019 wieder und behielt die Destiny-Markenrechte.

Bungie bleibt eigenständiges Multiplattform-Studio

Sony-Interactive-Chef Jim Ryan betont im offiziellen PlayStation-Blog, dass Bungie ein unabhängiges Studio bleibt. Die Spiele sollen weiterhin für Xbox, PlayStation und PC entwickelt und vermarktet werden. Das rund 900 Mitarbeiter zählende Unternehmen wird Teil der PlayStation Studios unter Leitung von Hermen Hulst, zu denen auch Insomniac Games, Guerrilla Games, Polyphony Digital und Housemarque gehören.

Ungewöhnlich hoher Kaufpreis für Sony Interactive

Sony Interactive kaufte bislang meist gezielt kleinere Studios für zwei bis dreistellige Millionenbeträge, darunter Housemarque, Firesprite, Nixxes Software und Bluepoint Games. Der Bungie-Deal übertrifft diese Summen deutlich. Beobachter werten die Übernahme als Reaktion auf die Milliardenkäufe von Microsoft, das kurz zuvor Activision Blizzard für fast 70 Milliarden Dollar übernommen hatte, nachdem bereits Zenimax und Bethesda zu Xbox gewechselt waren. Xbox-Chef Phil Spencer gratulierte Sony Interactive und Bungie öffentlich über Twitter.

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