Die Sony Group Corporation und die Bandai Namco Holdings Inc. haben am 24. Juli 2025 den Abschluss einer strategischen Geschäftsallianz bekannt gegeben. Mit der Vereinbarung erwirbt Sony 16 Millionen Aktien von Bandai Namco und hält damit künftig rund 2,5 Prozent der ausgegebenen Anteile des japanischen Spiele- und Unterhaltungskonzerns. Der Kaufpreis liegt bei etwa 68 Milliarden Yen, umgerechnet rund 464 Millionen US-Dollar. Die Aktien stammen von bestehenden Anteilseignern.
Beteiligung und Eckdaten der Transaktion
Mit dem Erwerb der 16 Millionen Aktien wird Sony zum Anteilseigner an der Bandai Namco Holdings Inc. Die Beteiligung von rund 2,5 Prozent dient als finanzielle Grundlage der angekündigten Zusammenarbeit und stellt keinen Übernahmeschritt dar. Beide Unternehmen verweisen auf eine bereits bestehende Kooperation in den Bereichen Spiele, Anime und Musik. Im Mai 2025 hatten Sony und Bandai Namco gemeinsam in das Web3-Unternehmen Gaudiy investiert, das Plattformen für Fan-Engagement betreibt. Die nun geschlossene Allianz stellt diese Zusammenarbeit auf eine breitere Basis. Bandai Namco verantwortet als Publisher auch Titel wie Elden Ring, das Reichweite und Stellenwert des Konzerns im internationalen Spielemarkt zeigt.
Ausrichtung auf Anime- und Manga-IP
Die Allianz richtet sich auf die Ausweitung der globalen Fan-Community rund um geistiges Eigentum aus den Bereichen Anime und Manga. Beide Konzerne heben das Anime-Segment hervor, für das sie ein rasches Marktwachstum erwarten. Geplant ist, Inhalte, Produkte und Dienstleistungen auf Basis der von Bandai Namco entwickelten IP auszuweiten und dabei Sonys Stärken in der Produktion und Distribution von Anime einzubinden. Darüber hinaus wollen die Unternehmen die Entwicklung und den Betrieb von unterhaltungsbezogenen Technologien und Diensten zur Unterstützung von Kreativen prüfen. Auch gemeinsame Investitionen und Geschäftsallianzen im Bereich Fan-Engagement stehen auf der Agenda. Über Spiele hinaus sollen vorhandene Marken in Film, Merchandising und digitalen Plattformen erschlossen werden. Wie umkämpft der japanische Markt inzwischen ist, zeigt sich auch daran, dass Konkurrenten wie Tencent und NetEase ihre Japan-Strategie überdenken.
