Softwaretests: 100 Prozent Coverage beweist keine Fehlerfreiheit

100 Prozent Code Coverage sind kein Beleg für fehlerfreie Software. Der heise-Beitrag zu Software Testing beschreibt anhand von Beispielen, warum selbst eine vollständig ausgeführte Verzweigungsabdeckung Fehler nicht ausschließt.

Branch Coverage misst, ob die möglichen Verzweigungen im Code durchlaufen wurden. Sie sagt jedoch nicht automatisch, ob die gewählten Eingabedaten fachlich sinnvoll sind, ob Anforderungen vollständig umgesetzt wurden oder ob mehrere Komponenten im Zusammenspiel korrekt reagieren.

Abdeckung bleibt ein Messwert

Als Beispiele nennt der Beitrag eine nicht erkannte Sicherheitslücke in einer Authentifizierung sowie einen Fehler bei einer Listenverarbeitung. Beide Fälle können trotz hoher oder vollständiger Abdeckung bestehen bleiben, wenn die Tests die falschen Zustände oder Daten prüfen.

Für Spieleentwicklung, Build-Pipelines und QA ist Coverage deshalb ein Steuerungswert innerhalb einer breiteren Teststrategie. Der Beitrag zur Rolle von QA als Entwicklungsprozess beschreibt diesen erweiterten Blick auf Qualitätssicherung.

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