Simplygon: Automatische Asset-Optimierung soll Spieleproduktionen entlasten

Bei großen Produktionen können Erstellung und Optimierung von 3D-Assets einen erheblichen Teil des Budgets binden. Ein Interview auf der Quo Vadis 2015 bezifferte den Aufwand für eine AAA-Produktion auf 25 bis weit über 100 Mann-Monate. Als Werkzeug für automatisierte Optimierungen wurde Simplygon vorgestellt, das inzwischen als Plattform für 3D-Content-Optimierung weiterentwickelt wird.

Für ein Modell werden mehrere Detailstufen erzeugt, die abhängig von der Entfernung zur Kamera unterschiedliche Polygonzahlen und Texturauflösungen verwenden. Die automatischen Verfahren sollen dabei sicherstellen, dass ein Objekt auch in niedriger Detailstufe vollständig und optisch stabil bleibt.

Level of Detail für mehrere Plattformen

Die verschiedenen Level-of-Detail-Stufen helfen bei Spielen, die gleichzeitig auf Konsolen, PC und mobilen Geräten erscheinen. Eine geringere Polygonzahl reduziert Speicherbedarf und Renderlast, während die hochauflösende Variante in unmittelbarer Nähe des Spielers eingesetzt wird. Die automatische Skalierung kann außerdem Asset-Pipelines vereinheitlichen.

Die Lösung ersetzt nicht die künstlerische Kontrolle. Entwickler müssen weiterhin prüfen, ob die vereinfachten Modelle Silhouetten, Materialien und funktionale Details korrekt abbilden. Der Einsatz lohnt sich vor allem bei umfangreichen Bibliotheken mit vielen Varianten und wiederkehrenden Optimierungsschritten.

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