Rendering Systems meldete am 30. August 2017 die Veröffentlichung von ShaderMap 4 und die kostenlose Nutzung für nichtkommerzielle Projekte. Das Texturwerkzeug richtet sich an die Bearbeitung von Oberflächendaten für 3D-Modelle. Die Freigabe ist keine pauschale kostenlose Lizenz für kommerziell arbeitende Indie-Studios.
Color-ID-Maps und zusätzliche Modellformate
Die offiziellen Release Notes für Version 4.0.1 nennen den Import von 3DS und DAE beziehungsweise Collada. Ein Color-Werkzeug färbt Dreiecke oder Teilbereiche eines Modells ein. Daraus erzeugt die neue Color-ID-Map Farbbereiche für die Weiterbearbeitung in Malprogrammen.
Die zweite Version des Normal-Map-from-Displacement-Plug-ins bietet getrennte Regler für niedrige, mittlere und hohe Detailstufen. Das Datenpanel zeigt für normale Bilddaten ein Histogramm und für Normal Maps eine Richtungsdarstellung. Die Berechnung der Maps wurde laut Hersteller auf 16-Bit-Gleitkommazahlen umgestellt. Daraus folgt ohne Vergleichstest keine belegte Beschleunigung auf einem bestimmten Entwicklungsrechner.
Projektdateien erhalten einen eigenen Datenordner
ShaderMap 4.0.1 speichert komprimierte Daten einzeln in einem Ordner neben der Projektdatei statt in einer einzigen komprimierten Datei. Dazu kommen die Anzeige einzelner Map-Kanäle und eine über F1 erreichbare kontextbezogene Hilfe. Diese Änderungen betreffen die Arbeit am Texturprojekt, nicht den Build oder den Import einer vollständigen Spielszene.
Für die Übergabe von Geometrie und Animation an eine eigene Engine hatte Tianyu Lang bereits 2014 einen Export mit dem FBX SDK beschrieben. ShaderMap bearbeitet dagegen Oberflächendaten. Die Werkzeuge lösen damit unterschiedliche Aufgaben in der Asset-Produktion; die hier beschriebenen Funktionen belegen keine fertige Integration in eine bestimmte Engine.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Freigabe und den Funktionsstand von 2017. Spätere Erweiterungen der 4er-Reihe sind nicht Teil dieser Meldung. Das offizielle Materialbeispiel auf dem Titelbild dient zur Illustration und ist kein Nachweis einer bestimmten Programmversion.

