Seagate FireCuda 540: Erste PCIe-Gen5-NVMe-SSD des Speicheranbieters mit bis zu 10.000 MB/s

Seagate hat am 27. Juni 2023 die FireCuda 540 vorgestellt, die erste M.2-NVMe-SSD des Speicheranbieters mit PCIe-Gen5-Anbindung. Das Laufwerk im Formfaktor M.2 2280 erreicht laut Hersteller sequenzielle Lese- und Schreibraten von bis zu 10.000 MB/s und bis zu 1,5 Millionen IOPS. Die Serie erschien in zwei Kapazitäten mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 179,99 US-Dollar für 1 TB und 299,99 US-Dollar für 2 TB.

Technisch setzt Seagate auf den von Phison stammenden und hauseigen validierten E26-Controller in Kombination mit 3D-TLC-NAND. Damit positioniert sich die FireCuda 540 laut Hersteller bis zu 50 Prozent schneller als M.2-NVMe-Laufwerke der Gen4-Generation und um den Faktor 17 oberhalb SATA-basierter SSDs. Für die Haltbarkeit gibt Seagate eine mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen von 1,8 Millionen Stunden und eine Schreibleistung von bis zu 2.000 TBW an. Das entspricht rechnerisch dem täglichen Schreiben und Löschen von bis zu 1 TB über fünf Jahre.

Gen5-Wettlauf im Gaming-Speichersegment

Mit dem Marktstart reiht sich Seagate in den 2023 einsetzenden Wettlauf der Gaming-Speicheranbieter um die ersten serienreifen PCIe-Gen5-SSDs ein. Der E26-Controller bildet die gemeinsame technische Basis vieler früher Gen5-Laufwerke. Anbieter unterscheiden sich deshalb vor allem bei Firmware, Kühllösung, Garantieumfang und Preis. Seagate liefert die FireCuda 540 mit fünf Jahren eingeschränkter Garantie sowie einem dreijährigen Rescue Data Recovery Service aus. Die SSD ist abwärtskompatibel zu PCIe-Gen4-Mainboards. Zur Laufwerksverwaltung gehört die Software SeaTools.

Was die Gen5-Bandbreite für DirectStorage bedeutet

Seagate weist auf eine für DirectStorage optimierte Firmware hin. DirectStorage verkürzt unter Windows den Datenweg von Massenspeicher zur GPU und ermöglicht das Entpacken komprimierter Spieldaten direkt auf der Grafikkarte. Die nominell um bis zu 50 Prozent höhere Bandbreite gegenüber Gen4 kann beim Streamen großer Asset-Mengen helfen, etwa beim Nachladen offener Spielwelten. In realen Ladezeiten kommen die theoretischen Transferraten jedoch nur an, wenn Laufwerk, Kühllösung und Engine zusammenpassen. Für die FireCuda 540 nennt Seagate eine sequenzielle Leistung von bis zu 10.000 MB/s, die reale Spieleleistung hängt aber von der jeweiligen Implementierung ab.

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