Die schwedische Regierung hat am 8. Mai 2019 eine Prüfung des Konsumentenschutzes bei Lootboxen beauftragt. Die Behörde Konsumentverket soll mögliche Schutzlücken bei lotterie- und kasinoähnlichen Elementen in Computerspielen erfassen und bewerten.
Die Regierungsmitteilung nennt insbesondere Kinder, Jugendliche und andere Verbraucher in einer verletzlichen Situation. Minister Ardalan Shekarabi begründet den Auftrag mit dem großen Interesse junger Menschen an Computerspielen. Die Ergebnisse sollen bis zum 1. Oktober 2019 vorliegen. Der Prüfauftrag selbst enthält kein beschlossenes Verbot.
Branchenverband begrüßt die Prüfung
Per Strömbäck, Sprecher von Dataspelsbranschen, begrüßt die Initiative in einem Gespräch mit GamesIndustry.biz vom 14. Mai. Der Verband betrachtet Lootboxen als Frage des Konsumentenschutzes und wünscht Unterstützung beim Schutz der Kunden. Strömbäck verweist auf neue Hinweise in Altersfreigabesystemen und einen geplanten wissenschaftlichen Beirat für verantwortliches Spieldesign. Diese Einschätzung ist die Position des Verbands, keine behördliche Entscheidung.
In den USA hatte Senator Josh Hawley wenige Tage zuvor einen Verbotsvorstoß gegen Lootboxen und Pay-to-Win-Käufe angekündigt. Der schwedische Auftrag zielt zunächst auf eine Bestandsaufnahme möglicher Schutzlücken.

