Der Animationsfilm Schirkoa: In Lies We Trust von Regisseur Ishan Shukla ist komplett mit der Unreal Engine entstanden. Die deutsche Premiere fand am 28. August 2024 in Köln statt, bevor der Film am Folgetag bundesweit in Programmkinos startete. Das Projekt erhielt ein Epic MegaGrant von Epic Games, wie aus einem Beitrag der Epic Developer Community hervorgeht.
Die deutsch-indisch-französische Koproduktion wurde zusätzlich von der Film- und Medienstiftung NRW mit 80.000 Euro für Produktion und Verleih gefördert, wie die Fördereinrichtung mitteilte. Deutscher Koproduktionspartner ist das Kölner Unternehmen Rapid Eye Movies, den Kinoverleih übernimmt Real Fiction Filmverleih.
Sechs Jahre Produktionszeit mit der Spiele-Engine
Shukla arbeitete rund sechs Jahre an dem Langfilm. Bereits 2016 hatte er einen Kurzfilm mit demselben Titel und Setting realisiert, dessen Produktion mit klassischen Werkzeugen wie Maya, Photoshop und After Effects deutlich länger dauerte. Für den Kinofilm wechselte er zur Unreal Engine, weil sich Lichtsetzung, Kameraführung und visuelle Effekte darin in Echtzeit und in einem gemeinsamen Werkzeug bearbeiten lassen.
Für Motion Capture kamen weiterhin spezialisierte Programme wie Reallusion iClone und Autodesk Maya zum Einsatz. Die fertigen Animationsdaten wurden anschließend in der Unreal Engine zusammengeführt und gerendert, der endgültige Schnitt entstand in Premiere Pro.
Premiere in Rotterdam, Auszeichnung in Göteborg
Die Weltpremiere von Schirkoa: In Lies We Trust fand bereits im Januar 2024 beim International Film Festival Rotterdam statt. Beim Gothenburg International Film Festival gewann der Film anschließend den Netpac Award als bester asiatischer Spielfilm. Die Handlung zeigt eine Gesellschaft, in der Bürger Papiertüten über dem Kopf tragen, um Unterschiede zwischen Menschen zu verwischen, bis Gerüchte über ein Land ohne diese Tüten Unruhe stiften.
