Die saudische General Authority for Competition (GAC) erklärte am 21. August 2022, gegen den Zusammenschluss von Microsoft und Activision Blizzard nichts einzuwenden zu haben. Saudi-Arabien war damit das erste Land, dessen Wettbewerbsbehörde die rund 68,7 Milliarden US-Dollar schwere Transaktion freigab.
Die erste Freigabe in einem laufenden Prüfverfahren
Zu diesem Zeitpunkt liefen die Prüfungen bei der EU-Kommission, der US-Behörde Federal Trade Commission und der britischen Competition and Markets Authority weiter. Die saudische Entscheidung betraf ausschließlich das dortige kartellrechtliche Verfahren und sagte nichts über die Bewertung in anderen Märkten aus.
Die Übernahme war im Januar 2022 angekündigt worden. Ein früherer Bericht zur Zustimmung der Activision-Blizzard-Vorstände dokumentiert eine vorherige Phase des Verfahrens.
Der saudische Staatsfonds Public Investment Fund hielt außerdem Anteile an Activision Blizzard. Die GAC-Entscheidung war davon getrennt als kartellrechtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung zu bewerten.

