Satya Nadella räumt ein: Rückzug aus dem Smartphone-Markt war ein Fehler für Microsoft


Microsofts oberster Leiter, Satya Nadella, hat das Zurückziehen aus dem Smartphone-Sektor als Fehltritt für das Unternehmen bezeichnet.

In einem Interview auf Business Insider mit Mathias Döpfner, dem CEO von Axel Springer, anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Axel Springer Award, diskutierte Nadella die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Gesellschaft und bei Microsoft. Er sprach über seine Begegnung mit Sam Altman, dem Gründer von OpenAI, und erklärte die Gründe für seine Investition in das Projekt. Dabei unterstrich er die Bedeutung ethischer Standards bei der Entwicklung und Anwendung von KI. Obwohl er KI nicht auf dem gleichen Gefahrenniveau wie Atomwaffen sieht, betonte Nadella die Notwendigkeit, die Kontrolle über diese Technologie zu bewahren.

Zum Thema Smartphones: Mit dem Kauf von Nokias Handysparte erwarb Microsoft 8.500 Designpatente von Nokia und eine 10-jährige Lizenz für rund 30.000 Funktionspatente und Patentanmeldungen. Der gesamte Kaufpreis belief sich auf 5,44 Milliarden Euro. Es bleibt jedoch ungewiss, wie viele Marken Microsoft durch diese Akquisition tatsächlich erhalten hat. Ein interessantes Merkmal des Windows Phones war, dass Benutzer durch das Spielen auf dem Gerät Achievements erwerben konnten.

Nadella räumte in einem anderen Interview ein, dass Microsoft eine innovative Rolle hätte spielen können, indem es die Computernische zwischen PCs, Tablets und Mobiltelefonen neu gestaltet hätte. Er wies darauf hin, dass das Unternehmen in der Lage gewesen wäre, die mobile Technologie durch klappbare Geräte zu revolutionieren.

Als Nadella 2014 die Führung von Steve Ballmer übernahm, musste Microsoft 7,6 Milliarden Dollar für den Kauf von Nokias Handygeschäft abschreiben.

Andere Führungskräfte von Microsoft, wie Bill Gates, haben zugegeben, den Smartphone-Trend übersehen zu haben. Gates bezeichnete die Vernachlässigung von Android als seinen „schwersten Irrtum“.

Unter Steve Ballmers Führung zeigte Microsoft zunächst Desinteresse am iPhone. Er äußerte später Bedauern darüber, nicht früher in mobile Technologien investiert zu haben. Das Unternehmen blieb bei Windows Mobile, während Android und iOS den Markt dominierten. Nach der Einstellung von Windows Phone konzentrierte sich Microsoft auf die Entwicklung von Anwendungen für andere Plattformen und kooperierte mit Samsung, um Microsoft-Anwendungen auf Android-Geräten vorzuinstallieren.

Nach der Entscheidung, sich von mobilen Betriebssystemen zu verabschieden, brachte Microsoft das auf Android basierende Surface Duo heraus. Es wurde entwickelt, um die Grenzen zwischen Mobiltelefonen und PCs zu überbrücken, doch die Zukunft dieser Geräte ist ungewiss.

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