SAG-AFTRA: Videospiel-Darsteller treten wegen fehlendem KI-Schutz in den Streik

Die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA hat am 25. Juli 2024 einen Streik für die Videospielbranche angekündigt. Der Arbeitskampf begann am 26. Juli um 0:01 Uhr. Im Mittelpunkt stehen vertragliche Schutzmaßnahmen gegen den Einsatz künstlicher Intelligenz bei Stimme, Gesicht und Körper von Darstellerinnen und Darstellern.

Die Entscheidung folgte auf mehr als eineinhalb Jahre Verhandlungen ohne Einigung. Zur Verhandlungsgruppe der Arbeitgeber zählen unter anderem Activision Productions, Electronic Arts, Epic Games, Insomniac Games, Take-Two Productions und WB Games. SAG-AFTRA hatte eine Streikgenehmigung bereits im September 2023 mit 98,32 Prozent Zustimmung beschlossen.

KI-Schutz als zentraler Streitpunkt

Nach Ansicht der Gewerkschaft fehlt eine klare und durchsetzbare Zusage, dass die Stimmen, Gesichter und Bewegungen von Gewerkschaftsmitgliedern nicht ohne informierte Zustimmung und Vergütung durch KI reproduziert werden. Projekte, die während des Streiks mit SAG-AFTRA-Talenten arbeiten möchten, müssen eines der von der Gewerkschaft genannten Interimsabkommen oder das neue gestaffelte Abkommen für unabhängige Produktionen unterzeichnen.

Auswirkungen auf laufende Spieleproduktionen

Der Streik richtet sich gegen abgedeckte Arbeiten bei den bestreikten Unternehmen. Nicht jedes einzelne Spiel eines betroffenen Konzerns fällt automatisch unter die Arbeitsniederlegung. Die Gewerkschaft verwies deshalb auf eine eigene Datenbank, mit der sich der Status einzelner Projekte prüfen lässt. Ein früherer XboxDev-Beitrag zu Take-Two Interactive ist im Archiv verfügbar. Die offizielle Pressekonferenz von SAG-AFTRA erläutert die Forderungen und den Verhandlungsstand.

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