Rocket Beans TV schickte den Großteil seiner Belegschaft ab dem 1. Februar 2023 in Kurzarbeit. Die zeitgenössische Berichterstattung zur Maßnahme nennt rund 100 Beschäftigte und eine Arbeitszeit von etwa 70 Prozent.
Kurzarbeit mit reduzierter Arbeitszeit
Nach Angaben der Geschäftsführung waren nur wenige Ausnahmen von der Regelung betroffen. Die Kurzarbeit war zunächst für drei Monate geplant. Im Februar entfielen unter anderem Samstagsshows, während das Format „BEEF Jr.“ nur noch im Zwei-Wochen-Rhythmus ausgestrahlt wurde.
Werbung und Energiekosten belasten das Geschäft
Geschäftsführer Arno Heinisch begründete den Schritt mit der allgemeinen Wirtschaftslage, höheren Energiekosten und gekürzten Werbebudgets. Rocket Beans TV finanziert seine Produktionen neben Werbung auch über Merchandise, Sponsoring und Kooperationen. Nach dem fünften Jubiläum von Rocket Beans TV im Jahr 2020 stand damit erstmals die Arbeitszeit eines großen Teils der Belegschaft im Mittelpunkt einer öffentlichen Unternehmensmeldung.
Das Unternehmen ist aus der Spieleredaktion des Fernsehsenders GIGA hervorgegangen und produziert Livesendungen, Let’s-Play-Formate sowie Interviews rund um Videospiele und Popkultur. Die Kurzarbeit betraf damit einen Anbieter, dessen Geschäftsmodell eng mit Streaming, Gaming-Inhalten und der Finanzierung durch Werbepartner verbunden ist.

