Riot Games hat am 29. August 2018 Maßnahmen gegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit im Unternehmen angekündigt. Riot räumt ein, dass bisherige Schritte nach Rückmeldungen der Beschäftigten nicht ausgereicht hätten. Ein neues Kulturteam soll direkt dem CEO unterstehen.
Eine anonyme Beschwerdehotline sei bereits eingerichtet. Zudem habe Riot sein internes Untersuchungsteam vergrößert und eine externe Anwaltskanzlei beauftragt. Nach Unternehmensangaben führten verfolgte Fälle auch zu Entlassungen. Einzelheiten nennt Riot aus rechtlichen und privaten Gründen nicht.
Trainings werden auch für bestehende Beschäftigte verpflichtend
Anti-Belästigungs- und Anti-Vorurteilstrainings sowie Führungsschulungen sollen ausgeweitet werden. Teile fließen in das Onboarding ein. Riot will außerdem Stellenbeschreibungen und kulturelle Grundsätze prüfen und sucht eine neue Personal- sowie Diversitätsleitung.
Die Erklärung dokumentiert angekündigte Maßnahmen und Riots eigene Darstellung der bereits begonnenen Arbeit. Sie belegt nicht, dass Beschwerden nun in jedem Fall unabhängig bearbeitet werden oder die Probleme behoben sind. Eine vom Arbeitgeber beauftragte Kanzlei und ein internes Kulturteam sind zudem verschiedene Strukturen mit unterschiedlichen Aufgaben.
Das Unternehmen hinter League of Legends behandelt damit die Organisation seiner Entwicklungsarbeit, nicht ein Produktupdate. Pflichtschulungen, Beschwerdewege und die Zuständigkeit der Führung betreffen die Arbeitsbedingungen der Teams. Der Beitrag beschreibt den Stand der Erklärung vom August 2018.

