Richard Garriott möchte die Rechte an seiner Rollenspielreihe Ultima zurückholen. Im Interview mit dem YouTube-Kanal Inside Games erklärte der Entwickler, dass er dafür die im US-Urheberrecht vorgesehene 35-Jahres-Regel prüfen will.
Electronic Arts übernahm Origin Systems und die Rechte an Ultima 1992. Nach Garriotts Einschätzung könnte damit 2027 ein Zeitraum erreicht sein, in dem eine Beendigung der damaligen Rechteübertragung beantragt werden kann. Das Verfahren ist nicht automatisch und müsste nach US-Recht formal geltend gemacht werden. Die Markenrechte am Namen Ultima liegen weiterhin bei EA.
Was die 35-Jahres-Regel bedeutet
Paragraf 203 des Copyright Act erlaubt Urhebern unter bestimmten Voraussetzungen, eine frühere Übertragung ihrer Rechte nach 35 Jahren zu beenden. Garriott verwies im Gespräch auf diese Möglichkeit, stellte aber keine bereits eingereichte Klage oder Vereinbarung mit Electronic Arts vor. Ob und in welchem Umfang die Regel auf die verschiedenen Rechtepakete von Ultima angewendet werden kann, hängt von den damaligen Verträgen und einer rechtlichen Prüfung ab.
Garriott gründete Origin Systems und prägte die Reihe bis zur Übernahme durch EA. Ein neues Projekt müsste neben der Urheberrechtslage auch die weiterhin geschützte Marke berücksichtigen. Das Interview mit Inside Games ist die bisherige Grundlage für seine öffentliche Aussage. Frühere Auftritte des Entwicklers bei der devcom 2018 zeigen seine langjährige Rolle in der Spielebranche.
