Das Open-Source-Projekt Relativty dokumentiert ein selbst gebautes VR-Headset für SteamVR. Die Projektbeschreibung nennt offene Hardware, Software und Firmware sowie eine Arduino-Anbindung. Das Repository richtet sich ausdrücklich an Bastler und Entwickler, nicht an Käufer eines fertigen Consumer-Produkts.
Die Projektgründer schreiben, dass sie das Headset ursprünglich aus Kostengründen selbst entwickelt haben. Der aktuelle Build-Guide beschreibt ein System mit drei Freiheitsgraden, ohne integrierte Controller-Unterstützung. Die Verbindung zu SteamVR erfolgt über einen eigenen Treiber, der in das SteamVR-Verzeichnis kopiert wird.
3D-Druck, Sensorik und Firmware
Für den Aufbau listet Relativty ein 3D-druckbares Gehäuse, Linsen, ein Display, einen Mikrocontroller und eine inertiale Messeinheit. Die Arduino-Firmware überträgt die Sensordaten per USB an den Rechner. Das Projekt verweist dafür auf die FastIMU-Bibliothek und beschreibt auch die Kalibrierung der Sensorik.
Neben dem mechanischen Aufbau enthält das Repository Elektronikdateien, Firmware und Einstellungen für den SteamVR-Treiber. Entwickler können die Bauteile und die Konfiguration anpassen, müssen dafür aber Display, USB-Kennung und Koordinaten der erweiterten Windows-Anzeige korrekt eintragen.
Damit steht Relativty in einer Reihe mit den frühen Oculus-Rift-Entwicklungsprojekten, verfolgt aber einen anderen Ansatz. Im Mittelpunkt steht keine fertige Plattform, sondern eine nachvollziehbare Kombination aus Elektronik, 3D-Druck und Software, die eigene VR-Experimente ermöglicht.

