Das Prometheus-Team hat am 8. November 2017 Prometheus 2.0 mit einer neu entwickelten Zeitreihenspeicherung veröffentlicht. Das Monitoring-System soll besser mit dynamischen Umgebungen zurechtkommen, in denen laufend überwachte Dienste und Messreihen hinzukommen oder verschwinden.
Fabian Reinartz erklärt die Speicherarchitektur im Vortrag zur Zeitreihenspeicherung von der PromCon 2017. Die im September veröffentlichte Aufnahme beschreibt die technische Grundlage, nicht sämtliche Änderungen des November-Releases.
CPU- und Plattenbedarf in Produktionsmessungen
In den vom Projekt untersuchten Produktionsumgebungen sank die CPU-Auslastung auf 20 bis 40 Prozent des Werts von Prometheus 1.8. Der Platzbedarf auf dem Datenträger lag bei 33 bis 50 Prozent. Diese Angaben sind Projektmessungen, keine allgemeine Leistungsgarantie. Die zweite Zahl beschreibt ausdrücklich Plattenspeicher, nicht Arbeitsspeicher.
Verschwindende Ziele und Messreihen werden nun ausdrücklich als nicht mehr aktuell gekennzeichnet. Das soll Artefakte in Abfragen verringern und die Reaktion von Alarmen verbessern. Hinzu kommen Datenbank-Snapshots und YAML als Format für Aufzeichnungs- und Alarmregeln.
Speicherformat und Konfiguration ändern sich
Die Release Notes zu Prometheus 2.0.0 warnen vor inkompatiblen Änderungen. Die neue Speicherung mit Write-Ahead Log ist nicht mit dem Format von Version 1.x kompatibel. Für Regeldateien enthält promtool ein Konvertierungswerkzeug. Mehrere Startoptionen wurden geändert oder entfernt; Optionen beginnen jetzt mit zwei Bindestrichen. Admin- und Lifecycle-APIs sind standardmäßig abgeschaltet.
Docker 1.13 hatte bereits eine experimentelle Prometheus-Metrikschnittstelle erhalten. Für containerisierte Build- und Testdienste ist damit die Überwachung der Infrastruktur relevant. Die genannten Ressourcenwerte messen dagegen weder Build-Zeiten noch die Bildrate eines Spiels.

