Digital Foundry hat am 23. Juni 2019 eine technische Videoanalyse zur Vorstellung von Project Scarlett veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen Zen 2, Navi und die SSD der kommenden Xbox-Generation. Das Video fragt, wie viel Microsoft bei der E3 tatsächlich über die Konsole verraten hat.
Nach der Beschreibung des Beitrags berücksichtigt die Analyse neben der Xbox-Vorstellung auch Informationen aus der zeitgleich vorgestellten Zen-2- und Navi-Technik von AMD. Damit behandelt sie die technischen Grundlagen hinter der Scarlett-Ankündigung mit SSD und GDDR6, nicht einen Test eines fertigen Seriengeräts.
Angekündigte Hardware ist noch kein Spiele-Benchmark
Microsofts offizielle E3-Mitteilung nennt einen angepassten AMD-Prozessor, GDDR6-Arbeitsspeicher und eine SSD. Als Veröffentlichungstermin war das Weihnachtsgeschäft 2020 vorgesehen. Der Hersteller stellte diese Komponenten als Grundlage für die Arbeit der Entwickler vor, veröffentlichte in dieser Mitteilung aber keine vollständigen technischen Spezifikationen.
Der Unterschied ist für die Bewertung der Analyse wichtig: Eine gemeinsame Architekturfamilie macht einen PC-Prozessor oder eine PC-Grafikkarte noch nicht zur bestätigten Konsolenkonfiguration. Taktfrequenzen, Speicherausbau oder konkrete Spieleleistung lassen sich aus den Produktnamen allein nicht ableiten. Das ist eine Grenze der damals verfügbaren Angaben, kein zusätzliches Testergebnis von Digital Foundry.

