Project Kinect for Azure: Microsoft stellt Sensorpaket für KI-Entwicklung vor

Microsoft stellt auf der Build 2018 Project Kinect for Azure vor. Die offizielle Build-Zusammenfassung vom 7. Mai 2018 beschreibt ein Sensorpaket für KI-Anwendungen am Edge mit einer neuen Tiefenkamera und Rechenleistung direkt am Gerät.

Zum Paket gehören ein Time-of-Flight-Sensor und weitere Sensoren in einer kompakten, stromsparenden Bauform. Microsoft nennt als mögliche Fähigkeiten die Erkennung von Handbewegungen und hochauflösende räumliche Abbildung. Azure AI soll die Sensordaten mit maschinellem Lernen, Stream Analytics und Cognitive Services verknüpfen.

Kinect-Technik verlässt den reinen Konsolenrahmen

Microsoft führt Project Kinect for Azure auf die Kinect-Erfahrungen aus dem Xbox-Umfeld und auf die Weiterentwicklung in HoloLens zurück. Der neue Schwerpunkt liegt nicht auf einer Xbox-Konsole, sondern auf Anwendungen, die ihre Umgebung erfassen und daraus lokal oder in der Cloud weitere Funktionen ableiten.

Für Spieleentwicklung, Robotik und interaktive Medien ist vor allem die Kombination aus Tiefendaten, Handtracking und räumlicher Abbildung interessant. Das Sensorpaket kann damit an frühere Arbeiten wie die Handpose-Erkennung mit Xbox One Kinect anknüpfen, ohne als Nachfolger einer Xbox-Zubehörhardware angekündigt zu werden.

Microsoft nannte zur Build 2018 noch keinen Preis und keinen allgemeinen Verkaufstermin. Die Ankündigung war deshalb zunächst als Entwicklerplattform und als Ausblick auf neue Edge-KI-Szenarien zu verstehen.

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