Microsoft Research hat am 17. April 2015 das Handpose-System vorgestellt. Die Forschung erkennt Hand- und Fingerbewegungen in Echtzeit und nutzt dafür eine einzelne Tiefenkamera. Als Kamerabasis kann eine unveränderte Xbox One Kinect dienen.
Handpose rekonstruiert komplexe Handhaltungen und verarbeitet auch subtile Bewegungen. Das System ist für unterschiedliche Kamerapositionen und Arbeitsabstände ausgelegt und kann nach einem Tracking-Verlust selbstständig wieder anknüpfen. Microsoft nennt virtuelle Realität, Bedienoberflächen und Gebärdensprachübersetzung als mögliche Einsatzfelder.
Kinect als Grundlage für Handpose
Die Technologie verarbeitet die Tiefendaten der Kinect und erweitert sie um eine deutlich detailliertere Handerkennung. Das Microsoft-Research-Demonstrationsvideo zeigt unter anderem Greifbewegungen, Drehungen und Gesten vor der Kamera. Für Spiele und interaktive Anwendungen entsteht damit eine Eingabemöglichkeit, bei der die Hand im virtuellen Raum sichtbar und nutzbar werden kann.
Die Forschungsarbeit baut auf der Kinect-Hardware auf, die Microsoft bereits für Anwendungen unter Windows bereitstellte. Einen Überblick über die damalige Plattform liefert der Beitrag zur Kinect for Windows-Hardware und dem Adapter für den Xbox-One-Sensor.
