No Matter Studios hat die Kickstarter-Kampagne für Prey for the Gods mit 501.252 US-Dollar an Zusagen abgeschlossen. 14.738 Unterstützer beteiligten sich. Das ursprüngliche Ziel von 300.000 Dollar wurde damit um rund 67 Prozent übertroffen. Die Kampagnenseite nennt als Finanzierungszeitraum den 6. Juli bis 6. August 2016.
Die Summe beschreibt die zugesagten Mittel der Kampagne, nicht den Gewinn oder das gesamte Entwicklungsbudget. Ein erreichtes Finanzierungsziel belegt zudem noch keine fertige Auslieferung. Auch BATTLETECH hatte seine Kickstarter-Finanzierung mit einem Mindestziel und zusätzlichen Ausbauzielen strukturiert.
Dreiköpfiges Team begrenzt den Produktionsaufwand
Director Brian Parnell erläuterte bereits am 3. August den Produktionsansatz des dreiköpfigen Studios. Aufwendige Sprachausgabe, stark ausformulierte Erzählpassagen und lange Zwischensequenzen passten demnach nicht zu den Möglichkeiten des Teams. Stattdessen sollen Ruinen, Statuen und Wandbilder die Geschichte der Welt vermitteln.
Parnell nennt Journey und Hyper Light Drifter als Anregungen für diese Form des Erzählens. Shadow of the Colossus dient dem Studio als Vorbild für die gestalterische Ambition, nicht als Vorlage für eine identische Fortsetzung. Das im Entwicklerbeitrag eingebundene Video zur damaligen PS4-Fassung zeigt den Entwicklungsstand.
Finanzierungsresultat und Umsetzung bleiben getrennt
Der Fall verbindet Crowdfunding mit einer konkreten Produktionsentscheidung: Das Team beschränkt die Mittel der Erzählung, ohne auf eine große Spielwelt als Ziel zu verzichten. Die Finanzierungszahl allein sagt jedoch nichts darüber aus, ob der geplante Umfang innerhalb des Budgets und Zeitplans fertiggestellt werden kann.

