Das Entwicklerteam Vercel Labs hat mit Portless ein quelloffenes Kommandozeilen-Werkzeug veröffentlicht, das feste Portnummern in der lokalen Entwicklung durch stabile, benannte .localhost-Adressen ersetzt. Statt sich Adressen wie localhost:3000 oder localhost:8080 zu merken, ruft man ein Projekt künftig etwa unter myapp.localhost auf. Die aktuelle Version 0.15.1 erschien am 30. Juni 2026 auf GitHub.
HTTPS-Proxy statt Portjonglage
Portless startet einen dauerhaft laufenden Reverse-Proxy, der Anfragen anhand des Host-Headers an den passenden lokalen Dienst weiterleitet. Jede gestartete Anwendung erhält dabei automatisch einen freien Port aus einem festen Bereich, wodurch Portkonflikte zwischen mehreren gleichzeitig laufenden Projekten entfallen. Über eine lokal erzeugte Zertifizierungsstelle stellt das Tool außerdem automatisch HTTPS-Verbindungen für die .localhost-Adressen bereit.
Unterstützung für gängige Frameworks
Portless funktioniert mit verbreiteten Werkzeugen wie Next.js, Express, Nuxt, Vite und Astro und unterstützt zudem Git-Worktrees, sodass mehrere Arbeitskopien desselben Projekts gleichzeitig unter eigenen Adressen erreichbar bleiben. Über eine Tailscale-Anbindung lässt sich ein lokal laufendes Projekt bei Bedarf auch anderen Geräten im eigenen Netzwerk zugänglich machen, etwa um eine Spielidee oder ein Web-Frontend im Team gegenzutesten. Das Projekt befindet sich noch in der Vor-1.0-Phase, läuft unter macOS, Linux und Windows und setzt Node.js 24 oder neuer voraus.
