Eine Befragung mit Pokémon GO als Beispiel untersucht das Datenschutzbewusstsein bei standortbezogenen Apps. Chiara Braghin und Marilisa Del Vecchio befragten 208 Personen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Bildungsstands. Die Universität Mailand dokumentiert die Arbeit im Forschungsarchiv.
Das Programm der COMPSAC 2017 in Turin führt den Beitrag im Datenschutz-Workshop am 4. Juli. Damit ist der Konferenztermin belegt; das Forschungsarchiv nennt für die Veröffentlichung nur Juli 2017.
Datenschutzerklärungen bleiben häufig ungelesen
Nach dem Abstract war das Datenschutzbewusstsein der Befragten gering. Beim Herunterladen von Apps lasen sie häufig die Datenschutzerklärung nicht. Eine konkrete Prozentzahl nennt die Zusammenfassung nicht. Die Stichprobe darf nicht mit sämtlichen Pokémon-GO-Spielern gleichgesetzt werden.
Befragung ist kein technischer App-Test
Der öffentlich zugängliche Abstract beschreibt Einstellungen und Wahrnehmungen. Er belegt weder konkrete Datenabflüsse noch die aktuellen Berechtigungen einer App-Version. Der Volltext ist im Forschungsarchiv zugangsbeschränkt.
Niantic hatte 2016 bereits mehr als 500 Millionen Downloads von Pokémon GO gemeldet. Die Befragung liefert keine Aussage über Datenschutzkenntnisse dieser gesamten Nutzerbasis.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Untersuchung von 2017, nicht den heutigen Funktions- oder Datenschutzstand des Spiels.

