PIX on Windows: Microsoft startet kostenloses DirectX-12-Profiling-Tool in der Beta

Am 17. Januar 2017 hat Microsoft die Performance- und Debugging-Software PIX als kostenlose Beta für Windows veröffentlicht. PIX on Windows zielt auf Entwickler von DirectX-12-Spielen und bringt ein Werkzeug auf den PC, dessen Geschichte über drei Xbox-Konsolengenerationen zurückreicht. Die Ankündigung im PIX-Entwicklerblog stammt von Shawn Hargreaves, Dev Lead im Direct3D-Team bei Microsoft.

Laufen tut das Ganze nur mit Direct3D-12-Anwendungen. Vorausgesetzt wird Windows 10 in der Build-Version 14393 (Anniversary Update) oder neuer. Erfasst werden 64-Bit-Applikationen, und zwar sowohl UWP- als auch Win32-Titel. Beim Arbeitsspeicher empfiehlt Microsoft 32 GB. Dazu kommen Mindestanforderungen an die Grafiktreiber von AMD, Intel und NVIDIA.

Fünf Erfassungsmodi für GPU und CPU

PIX on Windows teilt seine Analyse in fünf Betriebsmodi auf. GPU-Captures nehmen das Direct3D-12-Rendering unter die Lupe und lassen einzelne Grafikbefehle inspizieren. Timing-Captures erfassen, wie CPU- und GPU-Arbeit über die Zeit zusammenspielen, und ordnen die Last den jeweiligen Recheneinheiten zu. Dazu kommen Function-Summary-Captures, die Dauer und Aufrufhäufigkeit einzelner Funktionen mitschreiben.

Bleiben noch Callgraph-Captures, die die Ausführung einer einzelnen Funktion bis ins Detail nachzeichnen, und Memory-Allocation-Captures, die das Speicherverhalten eines Spiels offenlegen. Damit reicht das Werkzeug von der grafischen Pipeline bis zur Rechen- und Speicherauslastung und bündelt Funktionen, die vorher auf mehrere getrennte Programme verteilt waren.

Konsolen-Erbe auf dem PC

Mit der Windows-Beta greift Microsoft auf die Entwicklungswerkzeuge der Xbox zurück, auf denen PIX schon seit drei Konsolengenerationen für die Performance-Analyse zum Einsatz kommt. Weil die Software nichts kostet, fällt der Einstieg für PC-Studios leichter. Gerade Teams, die mit der noch jungen Low-Level-API DirectX 12 arbeiten, brauchen eine genaue Auslastungsanalyse von Grafik- und Hauptprozessor. Die Beta ist zu finden unter dem Link und wird laut Microsoft fortlaufend ausgebaut.

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