PIX 2310.30: Drastisch schnellere Raytracing-Analyse und Debugging für ClosestHit-, AnyHit- und Miss-Shader

Microsoft hat sein Performance-Werkzeug PIX on Windows in der Version 2310.30 am 30. Oktober 2023 veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht eine deutlich beschleunigte Analyse von Raytracing-Captures und ein erweitertes Shader-Debugging, das jetzt auch ClosestHit-, AnyHit- und Miss-Shader abdeckt. PIX hilft Entwicklern bei der GPU-seitigen Leistungsanalyse und beim Debugging von Direct3D-12-Titeln. Die Neuerungen zielen entsprechend vor allem auf die DirectX-Raytracing-Pipeline (DXR).

Pipeline-Tab analysiert Raytracing-Captures in Sekunden statt Stunden

Den größten Sprung macht der Pipeline-Tab bei der Auswertung von DispatchRays()-Ereignissen. Microsoft zufolge dauerte das Befüllen dieses Tabs bei zwei nicht namentlich genannten Spielen früher mehrere Stunden. Mit der neuen Fassung steht ein Großteil der Inhalte schon innerhalb von fünf Sekunden nach dem Öffnen der Capture-Datei bereit, die vollständige Auswertung folgt in unter 30 Sekunden. Bei einem verbreiteten Spiel-Engine-Sample sank die Zeit bis zur ersten Analyse und zur Ansicht des Backbuffer-Inhalts von rund sechs Minuten auf 20 Sekunden.

Hinter dem Tempogewinn stecken mehrere technische Änderungen. Informationen zu Ressourcen-Bindings und API-Objekten liegen jetzt vor, bevor die eigentliche Analyse beginnt. Das früher zwingende Shader Access Tracking ist optional geworden, womit der Aufwand am Anfang sinkt. Dazu kommen eine spürbar schnellere PDB-Auflösung und eine verbesserte Initialisierung des NVIDIA-Plugins. Wer tiefer in die Werkzeugkette von Microsoft einsteigen will, findet bei PIX on Windows die passenden Hintergründe.

Debugging deckt jetzt ClosestHit-, AnyHit- und Miss-Shader ab

Das Debugging von Raytracing-Shadern blieb bisher auf RayGen-Shader begrenzt. PIX 2310.30 erweitert die Funktion auf ClosestHit-, AnyHit- und Miss-Shader. Ergänzend kommt eine DXR-1.0-Invocations-Ansicht hinzu, die alle ClosestHit-, AnyHit-, Miss- und Callable-Shader-Aufrufe eines bestimmten DispatchRays()-Ereignisses samt der zugehörigen DXR-Systemwerte zeigt. Zusammen mit dem Acceleration Structure Viewer lassen sich daraus Strahlen visualisieren.

Der Acceleration Structure Viewer bekommt ein neues Hierarchy-Tree-Panel. Es listet Instanzen und Geometrien mit Eigenschaften wie Größe, Flags und Transformationen auf, einzelne Elemente lassen sich ein- und ausblenden sowie nach Größe sortieren. Abseits der Raytracing-Funktionen bringt die Version weitere Anpassungen mit: die Aufnahme von GPU-Daten per F11-Hotkey, Circular Timing Captures auf Ringbuffer-Basis, eine DRED-Integration zur automatischen Protokollierung bei Geräteentfernung, neue Texture-Diff-Visualisierer und UTF-8-Unterstützung für PIX-Marker-Strings.

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