Microsoft hat die Performance- und Debugging-Suite PIX on Windows in der Version 1810.02 am 4. Oktober 2018 veröffentlicht. Das Update erweitert das GPU-Capture-Werkzeug um die Erfassung von Direct3D-11-Anwendungen über D3D11on12 sowie um die Analyse von Workloads der Windows-Machine-Learning-API (WinML). Beide Funktionen setzen das Windows-10-Update RS5 voraus.
Direct3D-11-Erfassung über D3D11on12
PIX war bislang auf Direct3D-12-Titel beschränkt. Mit 1810.02 lässt sich eine D3D11on12-Übersetzungsschicht nutzen, um GPU-Captures von Direct3D-11-Anwendungen zu erstellen. Die Auswahl erfolgt über das API-Dropdown im Dialog „Select Target Process“. Bei der Wiedergabe zeigt PIX die daraus resultierenden Direct3D-12-Aufrufe an, bietet aber keine Rückzuordnung zu den ursprünglichen Direct3D-11-Aufrufen. Source-Level-Shader-Debugging steht in diesem Modus nicht zur Verfügung.
WinML-Workloads mit passendem Frame-Delimiter
Anwendungen mit dem RS5-WinML-API lassen sich ebenfalls in PIX erfassen. WinML-Workloads laufen häufig in Prozessen ab, die keinen Present()-Aufruf ausführen. Deshalb führt 1810.02 eine Auswahl für den Frame-Delimiter ein. Present-to-Present startet und beendet eine Erfassung an Present()-Aufrufen. Windows ML Work wartet dagegen auf die nächste Modellauswertung und erfasst die dabei anfallende GPU-Arbeit. Die WinML-Laufzeit setzt PIX-Marker, die eine Zuordnung zu den jeweiligen Operatoren erlauben.
Zusätzlich ändert das Update das Standard-Dateiformat gespeicherter Captures auf die Endung wpix. So ist erkennbar, ob die Windows- oder die Xbox-Variante von PIX zum Öffnen einer Aufnahme benötigt wird. Bestehende .pix3-Dateien aus früheren Versionen lassen sich weiterhin öffnen. Die vollständigen Details stehen im offiziellen PIX-Release-Eintrag.