Der schwedische Spielekonzern Paradox Interactive hat für das vierte Quartal 2025 einen Einbruch des Betriebsergebnisses um 162 Prozent gemeldet, ausgelöst durch die schwache Leistung des Rollenspiels Vampire: The Masquerade Bloodlines 2.
Paradox schreibt die Kosten des Titels in Höhe von 355,3 Millionen schwedischen Kronen (rund 40,1 Millionen US-Dollar) ab. CEO Fred Wester erklärte, das Spiel habe die kommerziellen Erwartungen nicht erfüllt. Daraus ergab sich ein operativer Verlust von 245,4 Millionen Kronen.
Trotzdem stieg der Quartalsumsatz um 23 Prozent auf 874,8 Millionen Kronen (rund 98,7 Millionen US-Dollar), vor allem dank des Strategietitels Europa Universalis V, der am 4. November erschien. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Paradox 2,2 Milliarden Kronen Umsatz, ein Minus von 0,4 Prozent, sowie einen um 80 Prozent gesunkenen Betriebsgewinn.
Die Entwicklung von Bloodlines 2 begann kurz nach der Übernahme von White Wolf im Jahr 2015 bei Hardsuit Labs. 2021 zog Paradox das Studio vom Projekt ab, 2023 übernahm der britische Entwickler The Chinese Room die Arbeiten. Den weltweiten Vertrieb von Transport Fever 3 hat Paradox ebenfalls übernommen.