OpenShot hat am 21. Dezember 2016 Version 2.2 veröffentlicht. Der plattformübergreifende Videoeditor kann damit 4K-, 5K-, 2,5K- und 1080p-Material bearbeiten. Das Projekt nennt außerdem eine neue Cache-Engine und deutliche Geschwindigkeitsgewinne bei großen Projekten.
Nach Angaben des OpenShot-Teams wurde die Leistung in einzelnen Arbeitsabläufen gegenüber Version 2.1 um mehr als das Zehnfache gesteigert. Große Bilder auf der Zeitleiste sollen die Bearbeitung weniger bremsen, während Projekte mit Hunderten von Dateien schneller geöffnet werden. Die neue Cache-Engine kann den Arbeitsspeicher oder die Festplatte verwenden und wird in den Einstellungen konfiguriert.
Cache und Fehlerberichte für große Projekte
OpenShot 2.2 behebt Fehler beim Springen in der Zeitleiste, bei fehlenden Bildern und bei der Verarbeitung von AVPacket-Daten. Zusätzlich erkennt die Software Absturzberichte unter Linux, macOS und Windows und kann daraus anonymisierte Stacktraces an die OpenShot-Webseite senden. Diese Funktion lässt sich zusammen mit der Messdatenerfassung in den Einstellungen abschalten.
Für die Animation kommen CSS-Syntax für Bézier-Kurven und 28 Voreinstellungen hinzu. Die Bibliothek libopenshot und die Python-Oberfläche openshot-qt verbessern zudem die Fehlerbehandlung. Die offizielle Version 2.2.0 im GitHub-Releasearchiv führt die verfügbaren Installationspakete und weiteren Änderungen auf.
Werkzeug für Spielaufnahmen und Content-Produktion
Die 4K-Unterstützung ist für Teams interessant, die Entwicklungsstände, Messedemos oder Spielszenen für Dokumentation und Streaming aufbereiten. OpenShot ist dabei kein Bestandteil einer Game-Engine, sondern ein Werkzeug für die Bearbeitung des danach entstehenden Videomaterials. Ein älterer Beitrag zum Streaming von 1080p-Video mit dem Raspberry Pi beschreibt die vorgelagerte Ausgabeseite solcher Produktionsabläufe.
