OpenAI hat im März 2026 mit GPT-5.4 das erste eigene Allzweckmodell mit nativer Computer-Use-Fähigkeit vorgestellt, das Desktop-Anwendungen selbstständig über Maus und Tastatur bedient. Das Modell steuert damit nicht nur Texte oder Code, sondern navigiert eigenständig durch Programme, Browserfenster und Dateimanager, um mehrstufige Aufgaben zu erledigen.
Bessere Werte als menschliche Vergleichsgruppe
Auf dem Benchmark OSWorld-Verified, der die Bedienung realer Desktop-Umgebungen testet, erreicht GPT-5.4 eine Erfolgsquote von 75 Prozent. Der Vorgänger GPT-5.2 kam auf 47,3 Prozent, eine menschliche Vergleichsgruppe auf 72,4 Prozent. Beim Benchmark GDPval, der Agenten in 44 verschiedenen Berufsfeldern testet, liegt die Erfolgsquote von GPT-5.4 bei 83 Prozent gegenüber 70,9 Prozent bei GPT-5.2. Das Modell unterstützt zudem einen Kontext von bis zu einer Million Token, was mehrstufige Aufgaben über längere Zeiträume ermöglicht.
Verfügbar in ChatGPT, API und Codex
GPT-5.4 erscheint in ChatGPT als GPT-5.4 Thinking, außerdem über die API und in Codex, OpenAIs Entwicklerwerkzeug für Programmieraufgaben. Für Nutzer mit besonders hohen Anforderungen bietet OpenAI zusätzlich die Variante GPT-5.4 Pro an. In Codex ist das Modell nach Angaben von OpenAI das erste Allzweckmodell mit nativer, konkurrenzfähiger Computer-Use-Funktion, mit dem Agenten komplette Arbeitsabläufe über mehrere Anwendungen hinweg ausführen können. Für die Gameentwicklung ergänzt das die zunehmende Verbreitung agentischer KI-Werkzeuge in Entwicklungsumgebungen, etwa bei automatisierten Tests, beim Bauen von Projekten oder beim Aufräumen von Asset-Bibliotheken.
