Google Cloud und Unity haben Anfang September 2018 Open Match als offenes Matchmaking-Framework für Spiele vorgestellt. Es soll wiederverwendbare Infrastruktur bereitstellen, während Studios die Regeln für die Zusammenstellung einer Partie selbst entwickeln. Die Technik ist laut Google nicht an eine bestimmte Engine gebunden.
Die Architektur umfasst Frontend-API, Backend-API und einen Orchestrator für eigene Matchmaking-Funktionen. Als mögliche Kriterien nennt die Ankündigung Latenz, Wartezeit und Spielstärke. Den Ansatz erläutert auch die offizielle Unity-Präsentation zur Zukunft des Matchmakings von der Unite Berlin 2018.
Alpha-Code war noch nicht produktionsreif
Die historische README im damaligen Quellcode-Stand bezeichnet Open Match ausdrücklich als Alpha und nicht bereit für den Produktivbetrieb. Der zugehörige Entwicklungsleitfaden warnt vor noch nicht geprüfter Sicherheit und zu weitreichenden Dienstkontenrechten. Die Veröffentlichung des Codes war deshalb keine Freigabe für den unveränderten Einsatz in einem Live-Spiel.
Open Match läuft auf Kubernetes und kann laut Ankündigung in verschiedenen Clouds, im eigenen Rechenzentrum oder auf einem lokalen Entwicklungsrechner betrieben werden. OpenCensus dient der Erfassung von Metriken, Prometheus ist als Standard vorgesehen. Betrieb, Überwachung und die eigene Auswahl-Logik bleiben damit Aufgaben des Studios; die offene Infrastruktur ersetzt sie nicht.
Unity und Google Cloud hatten bereits bei der Unity Hackweek 2018 an einem Multiplayer-Prototypen mit Matchmaking gearbeitet. Für Open Match kündigte Unity weitere darauf aufbauende Matchmaking-Technik an. Der Beitrag beschreibt den Stand von September 2018, nicht spätere Versionen oder heutige Sicherheitsfreigaben.

