Bei der Unity Hackweek 2018 arbeiteten interne Entwickler und mehr als 50 externe Gäste eine Woche lang an freien Prototypen. Unity beschreibt das Format als Experimentierwoche ohne vorgegebenen Projektplan. Die Ausgabe fand Anfang Juli 2018 in Dänemark statt.
Die Projekte deckten unter anderem das Entity Component System (ECS), Augmented Reality, Filmproduktion und Machine Learning ab. Unity nennt IL2CPP, den Progressive Lightmapper und den Profiler als Funktionen, deren frühe Fassungen aus früheren Hackweek-Projekten hervorgingen. Die meisten Versuche schaffen es laut dem Unternehmen nicht auf die Produkt-Roadmap, dienen aber als Testfeld für neue Ansätze.
ECS erprobt Multiplayer und datenreiche Spielwelten
Ein Team aus Unity, Google Cloud und Multiplay entwickelte aus dem Spiel Hover Racer einen Multiplayer-Prototypen mit Matchmaking. Ein weiterer Versuch, ECSCraft, setzte auf Bergbau, Crafting und viele Datenobjekte, um die Ausführung einer datenreichen Spielwelt zu testen. Das Projekt entstand innerhalb weniger Tage, obwohl ein Teil des Teams zuvor noch nicht mit ECS gearbeitet hatte.
Die frühere Unity-Arbeit mit maschinellem Lernen hatte bereits einen Schwerpunkt auf experimentellen Entwicklungswerkzeugen. Bei der Hackweek kamen zusätzlich externe Entwickler von unter anderem Ubisoft RedLynx, NaturalMotion und Zynga mit dem Unity-Team zusammen. Ein weiteres Beispielprojekt blieb nach Angaben von Unity bei nur 330 Kilobyte.
Freiraum für riskante Ideen
Unity begrenzte die Hackweek-Projekte bewusst nicht durch die üblichen Qualitäts- und Prozessvorgaben. Damit konnten Teams neue Architekturen, Quelltextänderungen und Produktionsideen kurzfristig ausprobieren. Die Veranstaltung war nicht als Wettbewerb mit Gewinnern angelegt, sondern als gemeinsames Format für Lernen, Feedback und die Weiterentwicklung der Engine.

