Die Linux Foundation hat am 6. Juli 2021 die Open 3D Foundation angekündigt und den Open 3D Engine (O3DE) als erstes Projekt vorgestellt. AWS stellte dafür eine aktualisierte Version der Lumberyard-Engine unter der Apache-2.0-Lizenz als Open-Source-Projekt bereit.
O3DE richtet sich an Entwickler von Spielen und Simulationen. Die technische Basis umfasst einen Multithread-Renderer, einen erweiterbaren 3D-Editor, Werkzeuge für Animation und visuelles Scripting sowie Komponenten für Netzwerk- und Asset-Pipelines. C++, Lua und Python werden als Programmiersprachen unterstützt.
Gemeinsame Entwicklung unter dem Dach der Linux Foundation
AWS, Adobe, Intel, Huawei, Niantic, Wargaming und weitere Unternehmen gehörten zu den Gründungsmitgliedern. Die Foundation sollte die technische Weiterentwicklung gemeinschaftlich organisieren und Beiträge aus Spieleentwicklung, Simulation und anderen 3D-Branchen bündeln. Die Entwickler konnten den Developer Preview von O3DE ab diesem Tag aus dem offiziellen Projektarchiv beziehen.
Renderer für moderne Grafik-APIs
Der neue Atom-Renderer war für physikalisch basiertes Rendering und Raytracing ausgelegt. Unterstützt wurden unter anderem Vulkan, Metal und DirectX 12. Neben dem Rendering gehörten ein überarbeiteter Netzwerk-Stack und neue mathematische Bibliotheken zum technischen Unterbau. Damit zielte O3DE auf Spiele und interaktive 3D-Simulationen mit unterschiedlichen Plattform- und Hardwareanforderungen.
Die erste Veröffentlichung war ausdrücklich als Developer Preview gedacht. Die offizielle Ankündigung der Linux Foundation beschreibt O3DE als gemeinschaftlich entwickelbare Engine ohne kommerzielle Lizenzbedingungen und mit offen einsehbarer Roadmap.
