OnLive beendet seinen Spiele-Streaming-Dienst und verkauft wichtige Teile seines Patentportfolios an Sony Computer Entertainment. Die Abschaltung wurde am 3. April 2015 bestätigt, die Server sollten bis zum 30. April weiterlaufen.
Server werden Ende April abgeschaltet
OnLive ermöglichte das Spielen über eine Internetverbindung, während die Spiele auf Servern des Anbieters liefen. Mit dem Ende des Dienstes wurden Spielstände und Nutzerdaten gelöscht. Für Spiele, die über Steam gekauft worden waren, sollte die Nutzung über Steam erhalten bleiben. Streaming-Käufe und ältere PlayPass- oder CloudLift-Angebote waren davon nicht abgedeckt.
Abonnements wurden nach der Ankündigung nicht mehr verlängert. Gebühren für bereits laufende Zeiträume sollten nach den Angaben des Unternehmens nicht pauschal zurückerstattet werden. Auch die von OnLive verkaufte Hardware verlor mit der Abschaltung ihren Zweck.
Sony übernimmt Patente für Cloud Gaming
Sony Computer Entertainment übernahm das US-amerikanische und internationale Patentportfolio von OnLive. Dazu gehörten Schutzrechte für Cloud-Gaming-Technik. Sony erklärte zugleich, den OnLive-Dienst nicht fortführen zu wollen. Das Unternehmen hatte mit PlayStation Now bereits einen eigenen Streaming-Dienst aufgebaut und 2012 den Anbieter Gaikai übernommen.
OnLive war zuvor bereits durch eine Insolvenz und eine spätere Neuausrichtung gegangen. Die endgültige Abschaltung im April 2015 beendete damit einen frühen Versuch, Spiele unabhängig von leistungsfähiger lokaler Hardware bereitzustellen.
