Oculus hat die Übernahme des dänischen Eye-Tracking-Startups The Eye Tribe bestätigt. TechCrunch-Redakteur Josh Constine dokumentierte die direkte Bestätigung durch Oculus am 28. Dezember 2016. Die Nachricht betrifft den Erwerb des Unternehmens, nicht die Ankündigung einer neuen Rift-Version.
The Eye Tribe entwickelte Blickerfassung für Computer und mobile Anwendungen. Constine beschreibt außerdem Arbeiten an Foveated Rendering: Eine VR-Anwendung soll dort besonders detailliert rendern, wo sich der Blick befindet. Die mögliche Entlastung der Grafikberechnung ist ein technischer Ansatz, kein in diesem Bericht gemessener Leistungsvorteil.
Produktintegration und Betreuung bestehender Nutzer offen
Oculus nannte laut Constine weder den Kaufpreis noch Einzelheiten dazu, welche Teammitglieder übernommen werden. Auch der weitere Umgang mit vorhandenen Nutzern blieb offen. Ein konkreter Integrationsplan für Rift oder den damaligen Santa-Cruz-Prototyp wurde nicht bestätigt.
Für die Entwicklung blickgesteuerter Oberflächen müssen Erfassung und Eingabe getrennt betrachtet werden. Eine erkannte Blickrichtung legt noch nicht fest, ob eine Aktion ausgelöst wird. Anwendungen benötigen zusätzliche Regeln etwa für Auswahl und Bestätigung. Diese redaktionelle Folgerung beschreibt eine Gestaltungsfrage, keine zugesagte Oculus-Funktion.
Oculus hatte im Dezember die Hardwareentwicklung in ein PC- und ein Mobilteam aufgeteilt. Blickerfassung könnte grundsätzlich für unterschiedliche Geräteformen relevant sein. Die Übernahmebestätigung enthält jedoch keine Entscheidung, welchem dieser Hardwarepfade die Technik konkret zugeordnet wird.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Bestätigung vom Dezember 2016. Das offizielle Rift-Produktbild illustriert die Oculus-Plattform. Es zeigt weder einen Eye-Tribe-Tracker noch eine bestätigte Eye-Tracking-Erweiterung der Rift.

