Eine technische Anleitung vom 12. September 2016 beschreibt, wie sich der NVIDIA-NVENC-Encoder in OBS Studio unter Linux aktivieren lässt. Die Grundlage bildet die mit Version 0.14.0 eingeführte vollständige NVENC-Unterstützung für Windows und Linux, die in den offiziellen OBS-Release Notes dokumentiert ist. Für Linux wird eine FFmpeg-Version mit NVENC-Unterstützung benötigt.
Der Einrichtungsleitfaden nennt dafür eine NVIDIA-Grafikkarte ab der Kepler- oder Maxwell-Generation, einen installierten proprietären Treiber und OBS Studio 0.14 oder neuer. Als Voraussetzung wird außerdem FFmpeg 3.1.3 oder eine neuere Version genannt.
FFmpeg mit NVENC-Unterstützung bauen
Bei FFmpeg ab Version 3.1.3 ist die benötigte Datei NvEncoder.h bereits enthalten. Für ältere Versionen verweist die Anleitung auf das NVIDIA Video Codec SDK. Zusätzlich wird das CUDA SDK benötigt. Beim Konfigurieren von FFmpeg muss die Option --enable-nvenc gesetzt werden. Eine Paketlizenz kann je nach Distribution weitere Optionen für den Build erforderlich machen.
Nach der Installation erscheint NVENC H.264 in OBS als Encoder für Aufnahmen und Livestreams. Der Leitfaden zeigt außerdem ein Beispielvideo zur NVENC-Aufnahme mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde. Der ältere OBS-Artikel zur Version 0.14.1 behandelt die zeitlich vorausgegangene Veröffentlichung und weitere Änderungen an Szenen, Quellen und Encodern.
