Das OBS-Projekt hat am 24. April 2016 die Version 0.14.0 seiner freien Streaming- und Aufnahme-Software veröffentlicht. Einen Tag später folgte mit 0.14.1 ein Hotfix. Die offiziellen Release Notes von OBS Studio 0.14.0 führen neue Funktionen für Videoquellen, Encoder und Szenen auf.
Für Spielestreams ist vor allem die vollständige Unterstützung des NVIDIA-NVENC-Encoders relevant. OBS Studio konnte damit Aufnahmen und Livestreams stärker über die Grafikkarte verarbeiten. Zusätzlich kamen Intel QuickSync, Deinterlacing und neue Kommandozeilenparameter hinzu. Über Parameter lassen sich unter anderem Szene, Profil, Szenensammlung, Aufnahme und Livestream beim Start festlegen.
Neue Werkzeuge für Szenen und Quellen
Die Version ergänzte außerdem das Zuschneiden einzelner Szenenelemente per Alt-Taste, neue Übergänge sowie Optionen zum automatischen Einrasten von Quellen. Bei der Windows-Spielaufnahme behob das Projekt einen Fehler, durch den Game Capture bei weiteren aktiven Hooks die Aufzeichnung beenden konnte. Für Linux kam eine ALSA-Audioquelle hinzu. Das offizielle Changelog zum Hotfix OBS Studio 0.14.1 nennt zusätzlich Korrekturen für Chroma Key und das Abspielen von GIF-Dateien über die Media Source.
Aufnahmen neben der Windows Game Bar
OBS Studio richtete sich damit an Nutzer, die mehrere Quellen, eigene Szenen und verschiedene Encoder kombinieren wollten. Eine systemseitige Alternative für einzelne Clips und Screenshots bot unter Windows 10 die Windows Game Bar mit Game DVR. OBS Studio ging beim Aufbau von Aufnahmeprofilen und Livestreams deutlich weiter und blieb zugleich für Windows, Linux und macOS verfügbar.
