Microsoft will den Windows-Kernel ab Oktober auf mehr geeigneten Geräten standardmäßig abschirmen. Vor dem Aktivieren prüft das System Hardware, Kompatibilität und mögliche Auswirkungen auf die Leistung.
Die Ausweitung beginnt im Oktober 2026 und gilt für Geräte, welche die technischen Voraussetzungen erfüllen. Einen bestimmten Windows-Build oder einen einzelnen Stichtag nennt Microsoft in der Ankündigung nicht. Die Einführung erfolgt schrittweise; Systeme, auf denen Nutzer oder Administratoren die Speicherintegrität bereits abgeschaltet haben, bleiben unverändert.
Die auch als HVCI bezeichnete Speicherintegrität gehört zur virtualisierungsbasierten Sicherheit. Windows nutzt den Hypervisor, um die Prüfung von Code im Kernel in einem isolierten Bereich auszuführen. Angriffe sollen dadurch weniger Möglichkeiten bekommen, Treiber oder geschützte Speicherbereiche zu manipulieren.
Für moderne Prozessoren stehen Hardwarefunktionen bereit, die diesen zusätzlichen Schutz beschleunigen. Microsoft nennt Intel-Chips ab Kaby Lake und AMD-Prozessoren ab Zen 2. Bei älteren CPUs muss Windows Teile davon emulieren; die technische Dokumentation warnt deshalb vor einem größeren Einfluss auf die Leistung.
Microsoft nennt keine pauschale Zahl für Spiele
Ob und wie stark sich die Funktion auf die Bildrate auswirkt, hängt von Prozessor, Treibern und Software ab. Microsoft veröffentlicht für die neue Ausweitung keinen allgemeinen Prozentwert. Ob die Speicherintegrität aktiv ist, zeigt Windows unter Windows-Sicherheit, Gerätesicherheit, Details zur Kernisolierung und Speicherintegrität. Inkompatible Anwendungen oder Gerätetreiber können nach dem Aktivieren nicht mehr korrekt funktionieren; in seltenen Fällen warnt Microsoft auch vor einem Startfehler.
