NVIDIA hat am 27. März 2018 die Quadro GV100 mit RTX-Technik angekündigt. Die Workstation-GPU soll Echtzeit-Raytracing für professionelle Visualisierung und Content-Produktion ermöglichen. NVIDIA positionierte die Karte damit auch für Teams, die komplexe 3D-Szenen und digitale Medieninhalte erstellen.
Die Quadro GV100 basiert auf der Volta-Architektur und besitzt 32 GB HBM2-Speicher. Über NVLink lässt sich der Speicher mit mehreren Karten auf bis zu 64 GB skalieren. NVIDIA nennt 7,4 Teraflops bei doppelter Genauigkeit, 14,8 Teraflops bei einfacher Genauigkeit und 118,5 Teraflops für Deep-Learning-Berechnungen.
DirectX Raytracing für Grafik- und Spieleentwicklung
Für Entwickler ist die Anbindung an mehrere Programmierschnittstellen entscheidend. NVIDIA nannte neben der eigenen OptiX-API Microsofts DirectX Raytracing sowie Vulkan als Wege zur Nutzung der RTX-Technik. Die Ankündigung von DirectX Raytracing auf der GDC 2018 hatte die Schnittstelle wenige Tage zuvor als Erweiterung von DirectX 12 vorgestellt.
Ein integrierter OptiX AI-Denoiser soll das Rauschen bei Raytracing-Berechnungen in Echtzeit reduzieren. Dadurch können Künstler und technische Teams Licht, Reflexionen und Schatten während der Arbeit interaktiv prüfen, ohne jeden Zwischenschritt vollständig auf der CPU berechnen zu müssen.
NVIDIA verwies außerdem auf die Unterstützung durch mehr als zwei Dutzend professionelle Anwendungen und auf die Öffnung der Technik für die Spieleentwicklung. Die Quadro GV100 war laut Hersteller sofort verfügbar, Workstation-Systeme von Dell, HP, Lenovo und Fujitsu sollten ab April folgen.

