NVIDIA meldet für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2019 einen Gaming-Umsatz von 954 Millionen US-Dollar. Damit lag das Geschäft 45 Prozent unter dem Vorjahreswert und 46 Prozent unter dem dritten Quartal. Die Zahlen beziehen sich auf das Quartal bis zum 27. Januar 2019.
Die Aufschlüsselung im CFO-Kommentar bei der US-Börsenaufsicht nennt als Gründe schwächere Nachfrage nach Gaming-GPUs und rückläufige Lieferungen von SoC-Modulen für Spieleplattformen. Der gesamte Quartalsumsatz sank dadurch um 24 Prozent auf 2,21 Milliarden US-Dollar.
Gaming-Geschäft unter Druck
NVIDIA hatte bereits Ende Januar die Prognose für das Quartal gesenkt. In der offiziellen Mitteilung zur Umsatzprognose verwies der Konzern auf überschüssige Lagerbestände bei älteren GPUs nach dem Ende des Kryptomining-Booms. Zusätzlich blieb die Nachfrage nach hochpreisigen Turing-GPUs hinter den Erwartungen zurück.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2019 meldete NVIDIA dagegen einen Umsatz von 11,72 Milliarden US-Dollar, 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Konzern verwies auf Rekordwerte in allen Marktsegmenten. Die Entwicklung folgt auf den zuvor gemeldeten Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2018 und zeigt den starken Einbruch erst im letzten Quartal.
GeForce RTX 2060 soll Nachfrage anregen
Im Gaming-Bereich stellte NVIDIA im selben Bericht die GeForce RTX 2060 sowie mehr als 40 neue Gaming-Notebooks heraus. Die Grafikkarte sollte Raytracing und KI-Funktionen in eine breitere Preisklasse bringen. Ob diese Produkte den Rückgang im folgenden Geschäftsjahr ausgleichen, war zum Veröffentlichungszeitpunkt offen.

