Die Marktforscher der NPD Group haben am 15. März 2021 mitgeteilt, dass die US-Verbraucher im Februar 2021 so viel Geld für Videospielprodukte ausgegeben haben wie nie zuvor in einem Februar: 4,6 Milliarden US-Dollar. Im selben Monat des Vorjahres waren es 3,4 Milliarden, das Plus liegt also bei 35 Prozent. In die Summe fliessen die Bereiche Inhalte, Hardware und Zubehör ein.
Hardware verdoppelt sich fast, Switch vorn
Prozentual zog die Hardware am kräftigsten an. Für Konsolen und vergleichbare Geräte gaben die Käufer 406 Millionen US-Dollar aus, ein Sprung von 121 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sowohl bei den Stückzahlen als auch beim Umsatz stand die Nintendo Switch an der Spitze, dahinter folgte die PlayStation 5. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil die im November 2020 gestartete Konsolengeneration weiterhin schwer lieferbar war und nur in begrenzten Mengen in die Laeden kam.
Beim Zubehör wuchsen die Ausgaben um 41 Prozent auf 195 Millionen US-Dollar. Die Inhalte, die NPD über PC, Konsole, Mobile, Cloud und Streaming hinweg zählt, kamen auf rund vier Milliarden US-Dollar und damit auf ein Plus von 30 Prozent. Der mit Abstand größte Brocken der Gesamtausgaben entfällt also nach wie vor auf Spiele und andere Inhalte.
Diese Spiele verkauften sich am besten
Meistverkaufter Titel des Monats war Super Mario 3D World + Bowsers Fury, danach kamen Call of Duty: Black Ops Cold War und Persona 5 Strikers. Auch Little Nightmares 2 schaffte es weit nach vorn in die Software-Charts. Frische Veröffentlichungen geben den monatlichen Umsaetzen damit erkennbar den Takt vor.
Der Februar-Rekord fiel in eine Zeit, in der die Spieleausgaben ohnehin hoch lagen, getrieben von der Pandemie und dem größeren Bedarf an Unterhaltung für zu Hause. Die NPD Group erhebt ihre Zahlen für den US-Markt und zählt zu den wichtigsten Quellen, wenn es um den Spielemarkt in Nordamerika geht. Wer die einzelnen Segmente und Charts im Detail nachlesen will, findet sie in der Pressemitteilung. Spannend bleibt die Frage, wie stark die schlechte Verfügbarkeit von PlayStation 5 und der neuen Xbox-Generation die Verkaufszahlen in den Folgemonaten gedrückt hat.