Die Node.js Foundation und die JS Foundation haben am 4. Oktober 2018 ihre Absicht zu einem Zusammenschluss bekannt gegeben. Eine gemeinsame Organisation soll JavaScript-Projekte unterstützen. Über Aufbau, Führungsstruktur und verbindliche Regeln war zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden.
Die Stiftungen wollen zunächst Rückmeldungen aus ihren Entwicklergemeinschaften einholen. Dafür ist unter anderem eine offene Fragerunde am 10. Oktober auf der Node+JS Interactive in Vancouver vorgesehen. Die technischen Gremien beider Organisationen sollen an der Diskussion mitwirken.
Technische Selbstständigkeit soll erhalten bleiben
Nach der Mitteilung soll die Fusion die technische Unabhängigkeit von Node.js und den 28 Projekten der JS Foundation nicht verändern. Genannt werden Appium, ESLint und jQuery. Gemeinsame Verwaltung bedeutet damit nicht, dass diese Projekte dieselbe technische Leitung oder einen gemeinsamen Veröffentlichungstakt erhalten sollen.
npm-Gründer Isaac Schlueter begrüßt den Plan im npm-Blog. Er beschreibt eine zunehmend gemeinsame Nutzung von JavaScript für Browser, Server und Entwicklungswerkzeuge. Die Trennung zwischen Frontend- und Backend-Gemeinschaften passe aus seiner Sicht immer weniger zu dieser Praxis.
Die Unterstützung von async und await in Node.js 7.6 betraf dagegen Funktionen der Laufzeit. Der neue Plan behandelt deren organisatorische Trägerschaft. Für Teams, die Node.js in Build-Werkzeugen oder Diensten einsetzen, ist die angekündigte Fusion daher keine neue Laufzeitversion oder Änderung der API.
Die angekündigte Fragerunde liegt inzwischen in der Vergangenheit. Dieser Beitrag dokumentiert den Diskussionsstand vom Oktober 2018, nicht den späteren Abschluss eines Zusammenschlusses.

